Newsletter Fraunhofer SCS - Ausgabe Mai 2013

Faktor Mensch

Messung der Beschäftigung in der Logistik

In den letzten Jahren wuchs die Logistik weltweit doppelt so schnell wie das produzierende Gewerbe. Auch langfristig betrachtet ist sie eine Wachstumsbranche mit enormem Expansionspotenzial. Die Logistik schafft Arbeitsplätze in nahezu allen Wirtschaftszweigen; derzeit üben bereits mehr als 3,6 Mio. Erwerbstätige in Deutschland im weitesten Sinne logistische Tätigkeiten aus. Nicht nur Investoren interessieren sich deshalb immer mehr für dieses Thema. Auch den Regionen selbst bieten sich damit große Chancen für die Entwicklung neuer Arbeitsplätze und neuer Wertschöpfung.

Aber: Grundvoraussetzung für die Ansiedlung bzw. die Weiterentwicklung eines Logistikstandortes in einer Region ist die Verfügbarkeit und Qualifizierung logistischer Arbeitskräfte.

Nur wenn Wirtschaftsförderer und regionale Standorte wissen, wie viele Fachkräfte vor Ort zur Verfügung stehen, welche Qualifikationen diese vorweisen oder welcher Bedarf auf Industrieseite herrscht, können die wirtschaftlichen Möglichkeiten richtig eingeschätzt und die Strategien für den Standort entsprechend ausgerichtet werden; beispielsweise durch passende Weiterbildungsangebote zur Nachwuchssicherung.

Um die Logistikbeschäftigung ganzheitlich messen zu können, bedarf es einer Methodik, die die Beschäftigten über alle Wirtschaftszweige hinweg erhebt und flächendeckend alle relevanten Daten in Deutschland berücksichtigt. Ein individuelles Vorgehen ist hier unabdingbar, da die direkt aus der Beschäftigungsstatistik abgeleiteten Beschäftigungszahlen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Arbeitsmarktwirkungen der Logistikbranche abbilden.

Fraunhofer SCS misst und analysiert seit mehreren Jahren die Beschäftigung in der Logistik auf Ebene der Stadt-und Landkreise in Deutschland; und das detailliert bis hin zu den einzelnen Berufsgruppen.

Basierend auf unterschiedlichsten Kennzahlen, bietet Fraunhofer SCS Logistikstandorten, Regionen und Wirtschaftsförderern ein umfassendes Analyseangebot:

  • Messung der Beschäftigungszahlen heruntergebrochen bis auf einzelne Berufsgruppen,
  • Erhebung von Beschäftigungsstrukturdaten einzelner Landkreise wie zu Alter, Arbeitszeit, Qualifikation, Wirtschaftszweigen oder Geschlecht,
  • Prognosen und Szenarien zum mittel- bzw. langfristigen Fachkräftebedarf in der Logistik,
  • Statistische Auswertungen zu Arbeitslosen, gemeldeten offenen Stellen, geringfügig Beschäftigten sowie Ausbildungsbedarfen,
  • Entwicklung eines softwarebasierten Monitor-Tools zur selbstständigen und kontinuierlichen Anayse der Beschäftigung in der Logistik,
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Festlegung von arbeits-, wirtschafts-, und bildungspolitische Gestaltungsoptionen.

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