OP-Personaleinsatzplanung in bayerischen Kliniken

Newsletter Fraunhofer SCS ─ Ausgabe Juni 2014

Studie mit fünf Maximalversorgern

 

Im Forschungsprojekt BELOUGA entwickelte die Fraunhofer-Arbeitsgruppe  für Supply Chain Services SCS unter anderem ein Benchmarking für den  Dienstleistungsprozess der OP-Personaleinsatzplanung. In einer Studie mit fünf Maximalversorgern wurden verschiedene Modelle der Personaleinsatzplanung im OP betrachtet und einer leistungsorientierten Bewertung unterzogen.

Die OP-Personaleinsatzplanung (OP-PEP) zählt zu einem der wichtigsten unterstützenden Prozesse im täglichen OP-Betrieb. Um einen störungsfreien Ablauf mit qualitativ hochwertigem Ergebnis  garantieren zu können, ist ein großer Koordinations- und  Kommunikationsaufwand innerhalb und zwischen den Berufsgruppen  erforderlich, der jedoch in der Regel in jeder Klinik unterschiedlich organisiert  wird. Deshalb wurde im Forschungsprojekt BELOUGA die Leistung der OP-Personaleinsatzplanung in einzelnen Kliniken genau analysiert und bewertet, um herauszufinden, welche Faktoren den Erfolg dieser  Dienstleistung beeinflussen.

Produktivität und Kosten als Spitzenkennzahlen

Die Leistung der OP-Personaleinsatzplanung wurde anhand von zwei  Spitzenkennzahlen gemessen: Produktivität (durchgeführte Operationen im Verhältnis zum Planungsaufwand) und Kosten (Kosten für den Planungsaufwand im Verhältnis zu den zu planenden Vollkräften). In der Studie wurden folgende Ergebnisse deutlich:

  • Je nach Klinikum variieren die Ursachen für hohe Kosten oder einer  niedrigen Produktivität der OP-PEP.
  • Tendenziell hat ein hoher Anteil an Fehlzeiten bei den Mitarbeitern negative Auswirkungen auf die Kosten und sollte daher  weitestgehend vermieden werden.
  • Die größte Herausforderung bei der Planung von Personal sehen die befragten Kliniken allerdings in Umplanungen aufgrund kurzfristigen Personalausfalls. Es ist daher zu empfehlen, Leitlinien bzw. klare Regeln hinsichtlich der Weitergabe kurzfristig  planungsrelevanter Informationen (z.B. kurzfristiger Personalengpass) zu entwickeln und einzuhalten.
  • Als entscheidender Vorteil bei der Steigerung der Produktivität der OP-PEP hat sich die Abstimmung der im OP anwesenden  Berufsgruppen bezüglich der Schichtplanung erwiesen. Aufgabe der Kliniken sollte es sein, ihre Dienstund Schichtpläne der  Berufsgruppen über den Tagesverlauf anzugleichen und mit dem OP-Plan zu synchronisieren, um eine optimierte Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse des Forschungsprojektes erfahren möchten, laden wir Sie herzlich zu unserem BELOUGA Ergebnis-Workshop ein, der am 28. Juli 2014 in Erlangen stattfindet. Dort werden neben der OP-Personaleinsatzplanung auch der Patiententransport und die Schrankfachversorgung diskutiert.

BELOUGA-Ergebnis-Workshop

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse des Forschungsprojektes erfahren möchten, laden wir Sie herzlich zu unserem BELOUGA Ergebnis-Workshop ein

Wann:
28.7.2014, ab 10:00 Uhr

Wo:
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Am Wolfsmantel 33, 91058 Erlangen

Wer:
Für Klinikvertreter aus Logistik, Prozess- und Qualitätsmanagement
und OP-Planung; für Klinik-Dienstleister; für
Wissenschaftler mit Schwerpunkt Benchmarking, Prozessmanagement
und Dienstleistungsmessung und alle anderen
Interessierten.

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