Newsletter Fraunhofer SCS - Ausgabe Dezember 2013

Das »DAEDALUS«-Trackingsystem

Modular, adaptierbar und energieautark

Wie kommt ein Unternehmen möglichst schnell an ein dringend benötigtes Ersatzteil? Wie wird bei einem Großbrand sichergestellt, dass die Leitstelle jederzeit den Aufenthaltsort eines Feuerwehrmanns bestimmen kann? Wie können Demenzkranke bei Bedarf schnell wiederaufgefunden werden? Oder wie erfahrene Forscher, welche Route eine Gruppe von Wildtieren Tag für Tag nimmt?

Mehr Sicherheit und Effizienz durch Nachverfolgung
Mit Hilfe von Trackingsystemen können solche elementaren Informationen schnell und sicher übermittelt werden – wenn sie den Anforderungen der Nutzer genügen. Doch oft stoßen die bestehenden Systeme an ihre Grenzen: So muss das Gerät zur Nachverfolgung von Wildtieren einerseits eine lange Laufzeit aufweisen, andererseits sollte es aber möglichst klein sein. Oder die starke Hitze bei Feuerwehreinsätzen beeinflusst die Datenübertragung bzw. das architektonische Umfeld stört den Informationsfluss im Ersatzteillager. Um dies zu ändern, arbeitet das Fraunhofer IIS gemeinsam mit dem DFKI Robotics Innovation Center Bremen am Projekt »Daedalus«, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Ziel ist die Entwicklung eines modularen, adaptierbaren und energieautarken Trackingsystems.

Anwendungsorietierung als Maßgabe
Im Projekt »Daedalus« werden die Systeme in Bezug auf Größe, Energieverbrauch, Trackingrate, Datenübertragung und Laufzeit effizient auf die geplanten Anwendungen abgestimmt. Durch verlustleistungsarme Algorithmen, die Kombination verschiedener Technologien und Energy Harvesting – ein Verfahren, bei dem beispielsweise Licht und Vibration zur Energiegewinnung genutzt werden – sollen wartungsfreie, selbstversorgte Miniatur-Systeme entstehen. Damit kann das Trackingsystem flexibel für verschiedenste Anwendungen eingesetzt werden. Zudem nutzen die Forscher eine bisher einzigartige Möglichkeit: die Kombination von satellitenbasierten Verfahren und drahtlosen Sensornetzen, um Objekte zu lokalisieren. Dies erlaubt eine nahezu lückenlose Verfolgung. Außerdem sollen die Trackingsysteme des Projekts nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sein, um später folgende individuell angepasste Lösungen ganz einfach realisieren zu können.

Der Markt für das neuen Trackingsystem
Fraunhofer SCS führt bei »Daedalus« projektbegleitend eine strukturierte Untersuchung und Quantifizierung des Marktes für das neue Trackingsystem durch: Angefangen bei der Analyse der Wettbewerber über die Identifikation von geeigneten Anwendungen, der Ermittlung relevanter Einsatzbranchen und Anforderungen, bis hin zu der Identifikation von Zielkunden und der Erstellung eines Absatzplans für die Ableitung strategischer und operativer Ziele. Da das zu untersuchende Trackingsystem international eingesetzt werden wird, erfolgt die Analyse des Marktes weltweit und nach regionalen Clustern.

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