Transportlogistik 4.0

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern die Logistik

© Fraunhofer IIS

Die Transportlogistik ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und hat aus diesem Grund eine hohe Bedeutung für die Industrie, den Handel und der Versorgung. Die Vision von Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution, beinhaltet das Zusammenspiel von softwaretechnischer Komponenten und elektronischen Teilen und beschreibt somit ein Umfeld, in welchem Akteure, und Objekte wie z.B. Maschinen und Produkte untereinander vernetzt sind. Auch die Transportlogistik muss auf die vernetzte Welt reagieren, da eine leistungsfähige Inter- und Intralogistik eine wichtige Grundvoraussetzung für das Gelingen von Industrie 4.0 ist. Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS hat sich in diesem Projekt zum Ziel gesetzt, die neuen Herausforderungen und Aufgaben der Transportlogistik 4.0 zu erfassen, zu definieren und zu analysieren.

Herausforderungen der Transportlogistik 4.0

Seit über 20 Jahren untersucht die Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS die komplexen Zusammenhänge von logistischen Netzwerken, ihren Märkten, Prozessen und Dienstleistungen. Unter der Mission des SCS »Erfolg und Mehrwert durch Daten« sollen Versorgungsketten nicht nur schneller, besser, transparenter  und profitabler, sondern vor allem auch nachhaltiger gestaltet werden. In diesem Kontext setzten sich führende Wissenschaftler zum Ziel die zunehmende Digitalisierung der Logistik zu analysieren.

Dabei wurde die Umsetzung von Industrie 4.0 Technologien, Konzepten und Strategien im Bereich der Landverkehre bei Verladern und Logistikdienstleistern in Deutschland untersucht.Folgende Fragen sollen in diesem Zusammenhang beantwortet werden:

  • Was sind die zukunftsweisenden technologischen Konzepte die in der Transportlogistik Einzug finden?
  • Welchen neuen Herausforderungen muss sich die Transportlogistik im Zeitalter der Digitalisierung stellen?
  • Inwiefern nehmen die Anforderungen, insbesondere der Planung, Steuerung und prozessualen Umsetzung logistischer Prozesse zu?  

Transportlogistik 4.0 im Unternehmen

Zur Definition des Begriffes und zur Analyse der Anforderungen die Transportlogistik 4.0, arbeitete die Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS eng mit logistischen Unternehmen zusammen. Im Zeitraum von April bis Dezember 2016 wurden per Fragebogenerhebung online Rückmeldungen zum Einsatz von Technologien und Konzepten rund um das Thema Transportlogistik 4.0 gesammelt. Dafür wurden zunächst verschiedene Betrachtungsebenen definiert, wie das »Transportmittel« des Unternehmens, oder »Prozesse« im Transportverlauf.

In der Studie ist erkennbar, wie unterschiedlich der Umsetzungsgrad der Industrie 4.0 Technologien und Konzepte bei den teilnehmenden Unternehmen und ihre Erwartungen daran sind. Die Erkenntnisse definieren, welchen möglichen Nutzen die Digitalisierung im Bereich der Transportlogistik aus Sicht der Logistikdienstleister und Verlader hat. Akteure und Entscheider in der Industrie können aus den Untersuchen wertvolle Hinweise und Impulse für die Realisierung der eigenen Transportlogistik 4.0 Potenziale erhalten.

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