Projekt ANKER – Digitale Seelsorge

Bei diesem Forschungsprojekt steht das Wissen über die Bedürfnisse von Kunden und Nutzern im Mittelpunkt. Erfahren Sie mehr darüber, welche Rolle der Faktor Mensch in der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung spielt, hier am Beispiel einer sozialen Online-Plattform für pflegende Angehörige.

Das Projekt »ANKER« – Faktor Mensch in der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung

Erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen leben davon, die Bedürfnisse von Kunden und Nutzern zu verstehen und bereits frühzeitig im Design- und Entwicklungsprozess zu berücksichtigen. Hierfür ist umfangreiches Zielgruppen- und Methodenwissen notwendig: Welche Anforderungen haben Kunden an ein Angebot? Was folgt daraus für seine Gestaltung? Wie können Kunden frühzeitig einbezogen werden?

Als anwendende Forscher unterstützten wir Forschungspartner bei der Beantwortung dieser Fragen und vermitteln notwendiges Wissen. Ein aktuelles Beispiel ist die Entwicklung einer sozialen Online-Plattform für pflegende Angehörige, dem »Regionalen Online-Netzwerk Demenz ANKER«, bei der Fraunhofer SCS eine Kombination aus technischen und sozialwissenschaftlichen Kompetenzen einbringt.

»ANKER« – online-gestütztes Netzwerk für Familien Demenzkranker

Das Projekt zielt darauf ab, ein online-gestütztes Netzwerk für Familien ins Leben zu rufen, in denen ein Mitglied von Demenz betroffen ist. Das Netzwerk soll Möglichkeiten zur Kommunikation, zur Information und zur gegenseitigen Unterstützung und Entlastung bieten. Fraunhofer SCS fokussiert im Projekt die Frage, wie eine entsprechende Online-Community für die Zielgruppe gestaltet werden sollte und auf welcher existierenden Social-Media-Plattform sie umgesetzt werden kann.

Wie auch in anderen Projekten stellt sich zuerst die Frage nach der angesprochenen Zielgruppe. In diesem Fall sind es pflegende Angehörige, die selbst meist im höheren Lebensalter sind. Was sagt also die Forschung dazu, wie ältere Menschen Online- Communities nutzen und wie sie zur Nutzung motiviert werden können? Welche Barrieren sind zu beachten, insbesondere im Bereich Usability, d. h. der Bedienbarkeit von Websites? Auf Basis eines systematischen Überblicks über den aktuellen Stand der Forschung kann ein Anforderungsraster definiert und dazu eingesetzt werden, um verschiedene Social-Media-Plattformen fundiert zu bewerten und eine geeignete auszuwählen. Darüber hinaus erlauben die Ergebnisse die Formulierung von Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für die konkrete Umsetzung der Community, die Fraunhofer SCS durch Feedback an entscheidenden Punkten weiter begleitet.

Im Vordergrund der Arbeit steht immer der Mensch mit seinen Bedürfnissen.

Ob soziale Onlineplattformen, Dienstleistungen in Bibliotheken oder ländlicher Nahversorgung – im Vordergrund unserer Untersuchungen steht immer der »Faktor Mensch«. Neben der Bereitstellung relevanten Zielgruppenwissens nach aktuellem Stand der Forschung unterstützen wir unsere Partner durch die Erhebung und Analyse von Kundenmotiven, -bedürfnissen und -akzeptanz, können Produkt- und Servicetests in eigenen Testlaboren durchführen und beraten im Rahmen von technologischen Neueinführungen aus Mitarbeitersicht. Nicht zuletzt kann dabei bei Bedarf auch auf modernste Fraunhofer-Technologien, etwa aus dem Bereich der Lokalisierung oder Emotionserkennung, zurückgegriffen werden.

Studie

»Open Innovation mit Senioren – Gestaltungsempfehlungen für eine alternsgerechte Online-Community«

Gerade ältere Kunden sind für Anbieter solcher Foren eine interessante Zielgruppe, denn wer auf deren Erfahrung und Wissen zurückgreifen kann, profitiert besonders stark. Doch wie kann eine »Innovation-Community« für ältere Teilnehmer attraktiv gestaltet werden? Auf was ist zu achten, wie können Barrieren abgebaut und wie kann die Beteiligung gesteigert werden?

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