Regionalproduktspezifisches Landmanagement in Stadt-Land-Partnerschaften

Gemeinsam mehr erreichen für starke Regionen

Foto zum Projekt ReproLa; Traktor
© Christine Dierenbach / Presseamt Nürnberg

Wirtschaftliches Wachstum, demografische Entwicklungen und veränderte Lebensstile verschärfen die Nutzungskonkurrenzen um die Ressource Land. Die Herstellung regionaler Produkte trägt dazu bei, die regionale Wertschöpfung zu verbessern und Landnutzungskonflikte zwischen Stadt und Land zu verringern.

Die vielfältige Kulturlandschaft in der Metropolregion Nürnberg leistet mit den regional erzeugten Produkten und als Lebensraum für Flora und Fauna einen bedeutenden Beitrag zur hohen Lebensqualität in der Region. Der Erhalt dieser vielseitigen Kulturlandschaft und die Sicherung von Flächen für die Herstellung von regionalen Produkten stehen im Fokus des im Oktober 2018 gestarteten Projektes »ReProLa - Regionalproduktspezifisches Landmanagement in der Metropolregion Nürnberg«.

Flächennutzung in ländlichen Regionen optimieren

Grundannahme des Projektes ist, dass Regionalprodukte in einem hohen Maße zur nachhaltigen Flächennutzung beitragen. Sie sichern die bestehende Kulturlandschaft und wirken sich positiv auf die regionalen Stoff- und Wirtschaftskreisläufe aus. Im Projekt soll die Bedeutung von Regionalprodukten im Lebensmittelbereich für die regionale Wertschöpfung aufgezeigt werden.

Dafür baut das Forschungsteam ein Flächennutzungs-Monitoring auf, um mögliche Änderungen und deren Triebkräfte identifizieren zu können. Die Flächenrelevanz, Umweltwirkungen und regionale Wertschöpfungen von Regionalprodukten werden systematisch erfasst. Zudem werden Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale von Regionalprodukten ermittelt.

Stadt-Land-Partnerschaften stärken

Mit dem Forschungsprojekt »ReProLa - Regionalproduktspezifisches Landmanagement in der Metropolregion Nürnberg« soll der Dialog zwischen Stadt und Land zur Flächennutzung optimiert und intensiviert werden.

Darüber hinaus formuliert das Projekt folgende Ziele:

  • Wissen über quantitative und qualitative Flächennutzungsänderungen (Flächennutzungsmonitoring) im Kontext der Herstellung von Regionalprodukten ermitteln
  • Wissen über die Bedeutung von Regionalprodukten für die regionale Wertschöpfung im Lebensmittelbereich (Wertschöpfungspotenziale) erhalten
  • Gemeinsames Leitbild und Spielregeln für ein nachhaltiges Flächenmanagement in der Metropolregion Nürnberg benennen
  • Innovative Logistik- und Vermarktungslösungen zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung im Bereich Regionalprodukte definieren

Die erzielten Ergebnisse werden anhand von Pilotprojekten in der Projektregion und im Kreis der deutschen Metropolregion Nürnberg verbreitet werden.

Unsere Projektpartner

  • Europäische Metropolregion Nürnberg
  • Stadt Nürnberg
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Geographie
  • Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf

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